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für Engagements: Sextett-, Quintett-, Quartett- und Trioformation,
Piano Solo
mailto:
thesaints.jazzband@hispeed.ch
Romeo
Borbach, Mythenweg 15, CH-8634 Hombrechtikon, 0041(0)55 244 19 77
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The History Of The Saints Jazz Band
Sie trugen keine Heiligenscheine,
jene jungen jazz-begeisterten
Leute,
die 1952 ihre eigene Jazzband gründeten, sie nannten sie nur so: “The
Saints”. Einer der Gründer und erster Bandlaeder, René Borel, der die
Klarinette und das
Saxaphon blies, führte die Band, die mehrere Male infolge der häufigen
“Personalwechsel” dem Untergang geweiht schien, durch die ersten zehn
wilden Jahre. Es wurde unter wechselnden Besetzungen häufig geprobt und
selbstverständlich die jährliche Teilnahme am legendären Zürcher
Amateur-Jazzfestival im damaligen Kino Urban erstritten und erspielt,
wobei einige recht gute Plazierungen heraussschauten. Natürlich gab es
auch andere Höhepunkte, etwa der Auftritt an der Télévision Monte Carlo
in Monaco im Jahre 1956.
1962 erhielt die Band mit
dem Eintritt von Romeo Borbach, der im Jahre darauf, als René Borel mit
seinen Bläserkollegen ausstieg, die Führung übernahm, eine personelle
Stabilität, die mit wenigen Ausnahmen bis anfangs der Achtzigerjahre
anhielt: Otto Andrae blies die Trompete, Jürg Maurer die Klarinette,
während die Posaune von Tommy Graf an Kurt Aeschbacher und 1975
schliesslich an Hans Werffeli weitergegeben wurde. Interessanterweise
war in der Rhythmusgruppe neben Romeo Borbach am Piano, Albert “Güggel”
Leemann am Kontrabass und René Grimm am Schlagzeug, der 1967 durch Jack
Huber abgelöst wurde, in Jürg Völlmin auch ein Gitarrist zu finden, der
die Band so richtig zum Swingen brachte. Leider verstarb er 1973 viel
zu jung nach schwerer Krankheit, sodass “The Saints”, geschockt durch
den Tod ihres Freundes, fortan ohne Rhythmusgitarristen weiterspielten.
Jedenfalls dauerten spätere Versuche in dieser Richtung nicht lange.
In diesen zwanzig Jahren
von 1962 bis 1982 spielten “The Saints” ihren Jazz quer durch die
Deutschschweiz, von Bischofszell bis Fribourg, von Basel über
Schaffhausen bis ins Säuliamt. Sie swingten in Jazzclubs, in Schulen
und Kirchen, an Hochzeiten, Geburtstags- und Firmenfesten. Sie weihten
Tunnels in Zumikon ein und liessen sich am 1. August im “Park im
Grüene” die Chlöpfer und Raketen um Instrumente und Ohren sausen. Sie
jazzten mit den Zürcher Zünften durch Tag und Nacht, organisierten ihre
eigenen Plauschfeste für ihre Fans im “Hinteren Sternen”, auf dem
“Vorderen Pfannenstil”, und später - es war die Idee von Jack Huber -
als “Zürcher Chlaus Jazz-Feste” in der “Kaufleuten” und der
“Commihalle”. Regelmässig waren sie an den Jazz-abenden in der
Freizeitanlage “Bachwiesen” Zürich, ihrem langjährigen Probeort, aber
auch während fünf Jahren an den Mittwoch-Jazz-Konzerten im renommierten “Blackout”, Airport
Zürich zu hören. Höhepunkte bildeten für sie die
Auftritte mit Champion
Jack Dupree, Bill Ramsey und Anne Morré, ihre Konzerte in der Manege
des Circus Knie anlässlich des Zoo-Apéros, im Hotel Zürich, im
Fauteuil-Theater Basel, in der Arena des Amphitheaters von Augst und im
Kunsthaus Zürich, wo sie, vereint mit der SBG-Blasmusik zum Dixie
Jamboree aufspielten. Zum eindrücklichsten Erlebnis aber wurde 1977 ihr
silberenes Jubilee im altehrwürdigen Hirschensaal in Egg, wo fast alle
ehemaligen Saints-Musiker nicht nur eingeladen, sondern die Geschichte
ihrer Band auf die Bühne zauberten und mit ihrem vitalen Dixie-Jazz
ihre Fans durch fünfundzwanzig Jahre “The Saints” jamten.
1983 kam Ruedi Bolleter für
den rückengeplagten Albert Leemann, der nach einundzwanzig Jahren in
den frühzeitigen Jazz-Ruhestand treten musste, mit Punch und neuen
Ideen - nicht nur am Kontrabass - zu den “Heiligen” und nahm das Steuer
des Saints-Dampfers fest in seine kräftigen Hände. Gleichzeitig wurde
am Schlagzeug Jack Huber, der sechzehn Jahre lang Freud und Leid
der
Band geteilt hatte, von Dieter Walder abgelöst.
Ruedi Bolleter
organisierte, schrieb, managte und liess seine Beziehungen spielen,
dass den “Heiligen” ein unheiliger Wind um die Ohren blies. Er kreierte
“Jazz im Du Théâtre”, “Jazz in der Börse”, organisierte Tourneen,
managte Konzerte für Rotarier und Weight Watchers, für Jungbürger und
Seeretter, für die Partei in der Uni und das Militär im Grand Hotel,
für
Sportbegeisterte am Swiss Cup und für Wagemutige im “Säntisblick”
Eschlikon mit anschliessender Schlägerei. Er entführte jährlich die
Band für ein lauschiges Frühsommerwochenende ins schöne Tessin, nach
Ascona, ins
Hotel Casa Berno, an die “Festa New Orleans Music”, wo “The
Saints” - man schrieb das Jahr 1984 - bei ihrem Konzert vor dem “Al
Faro” den abendlichen Verkehr total zum Erliegen brachten. Als weiteren
Höhepunkt organisierte er mit Romeo Borbach zusammen das “Saints
Jubilee 33 Years” auf der Au und schenkte der Band die Idee des neuen
Saints-Logo auf prächtigem Fahnentuch.
1985 stieg am Himmel der
“Heiligen” ein neuer Stern auf, Wim Dijkstra mit Namen. Er gab der Band
als Sohn aus dem Tulpenland nicht nur den Touch der Internationalität,
sondern überzeugte auch mit seinem professionellen Spiel am Schlagzeug
und mit seiner brillanten Stimme als Jazzsänger. 1987 wurde Ruedi
Bolleter von Jacky Weidmann abgelöst, einem versierten und
wohlbekannten Bassisten aus der Zürcher Jazzszene.
In ihrer neuen Besetzung spielten “The
Saints” während acht Jahren an unzähligen Anlässen, zu Wasser und zu
Land, im
Züribiet und am Zürifäscht, an der Berghochzeit im Wirzweli
und am Bankettabend des Internationalen Aerztekongresses, im Jazzclub
vor fachkundigem Publikum und an jungen Hochzeiten. Jedes Jahr
reisten sie ins Tessin, an die “Festa New Orleans Music” in
Ascona,
jedes Jahr - ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Band -
swingten sie
im zeitigen Frühjahr anlässlich der Zürcher Dixie-Metzgete
im Kaufleutensaal zu den Sonntagsbrunches, dass der Kaffee brodelte und
sich die Gipfeli bogen, und jedes Jahr jazzten sie im grauen November
oder vorweihnachtlichen
Dezember an ihrem Dixie-Jazz-Evening, ihrem
Jahreskonzert: Im “Meilibach” am Zürichsee, im “Raben” Herrliberg, im
jazzhistorischen Saal des “Restaurant Weisser Wind” in Zürich oder im
vornehmen Hotel-Restaurant “Belvoir” Rüschlikon zur Freude ihrer Fans,
mit bestem Dank an ihre treuen Fans.
Ende 1995 verliess der
Bassist Jacky Weidmann, der sich mit seinem attraktiven und
einfühlsamen Spiel für die Rhythmusgruppe und die Band
wohl verdient
gemacht hatte, The Saints , um - wie schon längere Zeit geplant - sein
Glück und eine neue berufliche Herausforderung in Übersee zu finden.
Seine Stelle übernahm Urs Kälin, ein jazzgeschulter Bassist der
jüngeren Generation, der durch seine kreative Musikalität und seinen
swingenden Drive bestach. 1999 verliess er die Band, um sich unabhängig
seinen eigenen musikalischen Interessen widmen zu können. Für ihn
konnte “The Saints” Rolf Cizmek gewinnen, ein musikalischer,
swingender und routinierter Bassist, der die Anfänge
der Zürcher
Jazzszene bei den Tremble Kids mitgeprägt und sich in den letzten
Jahren auch als Veranstalter und Organisator von Jazzkonzerten verdient
gemacht hat.
Ende 2000 verliess nach
einer orchesterinternen Krise der Drummer Wim Dijkstra die Band. Er
hatte während
langen fünfzehn Jahren The Saints Jazz Band durch seine Kreativität am
Schlagzeug und seine Gesangsinterpretationen bekannter Jazzsongs
wesentlich mitgeprägt, sich aber auch durch seine Zuverlässigkeit und
Kollegialität innerhalb
der Band verdient gemacht. Glücklicherweise
konnte für ihn Eugen Weber, ein in mehreren Musiksparten erfahrener und
in der Zürcher Oberländer Jazzszene bekannter Drummer gewonnen werden,
der sich in
kurzer Zeit durch seine bescheidene und kooperative Art
bestens in die Band integriert hat.
Im Jahre 2002 wurde The
Saints Jazz Band fünfzigjährig und feierte ihr Golden Jubilee. Sie
zählt damit zu den ältesten, stets aktiven Bands in der Zürcher
Jazzszene, ja in der ganzen Schweiz. Auch der Pianist und Bandleader
Romeo Borbach feierte ein seltenes Jubiläum, hatte er doch während
vierzig Jahren die Band mit hundertfünfzig Arrangements und etwa gleich
vielen frei gespielten Titeln musikalisch geführt, nicht zu vergessen
sämtliche vorbereitende und administrative Arbeiten, die erledigt
sein
mussten.
Im
Sommer 2010 musste Rolf Cizmek alters- und
gesundheitshalber nach
elf Jahren bei The Saints zurücktreten. Unvergessen bleibt seine Liebe
zum Jazz, seine über Jahrzehnte aktive Gestaltung von wichtigen
Jazzkonzerten. Während vielen Jahren organisierte er an seinem
Wohnort die stimmigen Dixieland-Matinées in der Alten
Mühle. Für ihn konnte Rolf Winiger, ein
ausgezeichneter Bassist aus der Zürcher Jazzszene, gewonnen werden.
Anfangs 2011 trat Hans Werffeli altershalber nach fünfunddreissig(!)
Bandjahren als "Saint" zurück. Er hatte in all den Jahren die
Bläsergruppe mit seiner feinfühligen Musikalität hervorragend ergänzt,
war ein zuverlässiger und bescheidener Musiker, der sich in der Band
sichtlich wohl gefühlt, sich stets für die Band engagiert hatte. Ernst
Bigler, ein wohlbekannter Posaunist aus der Zürcher Old Time
Jazz-Szene, wurde sein Nachfolger.
“The Saints” spielen einen
swingenden Jazz, der durch ihre Musikerpersönlichkeiten geprägt wird.
In ihrem vielseitigen Repertoire finden sich sowohl altbekannte
Standards wie auch Tunes, die nicht an jeder Jazz-Ecke zu hören sind,
finden sich
Dixieland-Themen neben solchen aus der Swing- und
Mainstream-Epoche. “The Saints” legen grossen Wert auf wohlklingende
Arrangements, ohne jedoch die Freiheit zur Improvisation und die
Spielfreude des einzelnen Musikers einzuengen. Immer wieder
vermitteln
sie ihre Freude am Musizieren und Improvisieren ihren Zuhörern.
Besondere
Attraktionen bilden die Solo-Tunes von Otto Andrae tp., Ernst Bigler
tb., Jürg Maurer cl. und Rolf Winiger b., die Schlagzeugsoli
des Drummers Eugen Weber und natürlich auch die Boogie Woogies der
Rhythmusgruppe mit dem Pianisten und Bandleader Romeo
Borbach.
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